Wir freuen uns, unser zwölftes URACult-Jahr mit einer ganz besonderen Veranstaltung zu eröffnen.
Die mehrfach ausgezeichnete und für den Deutschen Buchpreis nominierte Autorin Jehona Kicaj eröffnet das Veranstaltungsjahr mit einer Lesung aus ihrem Debütroman „ë“.

„In ihrem Debüt findet die Autorin eine eigene Sprache. Der ungewöhnliche Titel „ë“ steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule und auf die Universität, sucht nach Verständnis, aber stößt immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit und Ignoranz. Als der Kosovokrieg Ende der 90er-Jahre wütet, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt als vor Ort. Der Roman „ë“ erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Wortsinn zur Sprache gebracht“. (Klappentext).
Diese Lesung ist ein Beitrag zu den „NRW-Westbalkantagen 2026“ und wird vom Generalkonsulat der Republik Kosovo in Düsseldorf unterstützt.
24. Januar 2026 um 18:00 Uhr
Altes Pfandhaus
Kartäuserwall 20
50678 Köln
Eintritt frei

